{"id":396,"date":"2018-09-21T14:53:31","date_gmt":"2018-09-21T12:53:31","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/?p=396"},"modified":"2018-09-21T14:53:31","modified_gmt":"2018-09-21T12:53:31","slug":"das-6-metallurgie-symposium-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/?p=396","title":{"rendered":"Das 6. Metallurgie Symposium 2018"},"content":{"rendered":"<p>Der F\u00f6rderverein R\u00f6mischer Vicus Eisenberg veranstaltete am 8. und 9. September 2018 das 6. Metallurgie Symposium.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein Metallurgie Symposium in Eisenberg?<\/strong><\/p>\n<p>Seit sp\u00e4testens 1882, durch die Funde von Christian Mehlis, besteht die Vermutung, dass im r\u00f6mischen Eisenberg Eisen in gr\u00f6\u00dferen Mengen produziert wurde als f\u00fcr den Eigenbedarf notwendig waren.<br \/>\nEr beschreibt Schlackenhalden mit 4\u20135m M\u00e4chtigkeit beiderseits des Eisbachs.<br \/>\nEine Abbildung des Vierg\u00f6ttersteins aus Eisenberg zeigt Vulkan am Amboss, ein weiteres Indiz, dass die Eisenindustrie im r\u00f6mischen Eisenberg eine gro\u00dfe Rolle spielte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Erz im r\u00f6mischen Eisenberg<\/strong><\/p>\n<p>Ein besonderes Augenmerk lag auf einer Versuchsreihe die uns auf der Suche des in der Antike, in Eisenberg, verwendete Eisenerz weiter bringen sollte.<br \/>\nDazu wurden verschiedene Erze aus dem n\u00e4heren Umkreis um Eisenberg in drei gleichartigen Renn\u00f6fen, die mit lokalem Baumaterial aufgebaut wurden, mit Holzkohle einer Charge aus einem Kohlemeiler in Fischbach betrieben. Der zum Teil verwendete Kalkzuschlag bei der Verh\u00fcttung bestand aus der N\u00e4he anstehenden Kalk.<br \/>\nMit den ausgew\u00e4hlten drei Erzen wurden 4 Verh\u00fcttungsversuche gefahren. Der Aufwand der hierbei betrieben wurde gr\u00fcndete in der Osmiumisotopen Untersuchung im Curt-Engelhorn-Zentrum f\u00fcr Arch\u00e4ometrie, die mit diesem Verfahren Erze, Schlacken und Eisen miteinander vergleichen und damit Proben aus dem r\u00f6mischen Eisenberg mit unseren Erzen und Verh\u00fcttungsergebnissen in Korrelation setzen k\u00f6nnen.<br \/>\nDas Team, das aus Hessen, Pfalz und Luxemburg f\u00fcr die Versuchsreihe anreiste und zum Teil bei den Vorbereitungen extrem aktiv war, erzielte durchweg verwertbare Ergebnisse.<br \/>\nEs konnte nicht mit jedem Erz ein Eisenschwamm, eine Luppe, produziert werden, das war aber aufgrund der Erzanalysen zu erwarten, aber selbst die Schlacke bietet eine M\u00f6glichkeit mit historischem Material verglichen zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mythos des vor dem Anz\u00fcnden bef\u00fcllten Rennofens<\/strong><\/p>\n<p>Christian Mehlis beschrieb 1883 den Befund eines komplett erhaltenen Rennofens, der noch mit Holzkohle, Eisenerz und Marmor gef\u00fcllt gewesen sei.<br \/>\nIn weiteren Arbeiten der Arch\u00e4ologie findet man immer wieder bei der Funktionsbeschreibung von Renn\u00f6fen, diese seien vor dem Anz\u00fcnden bef\u00fcllt worden.<br \/>\nUnter den Handwerkern, die sich zum Teil seit vielen Jahren mit den alten Verh\u00fcttungstechniken besch\u00e4ftigen, wird dies angezweifelt.<br \/>\nEin Gro\u00dfteil des im kalten Ofen eingebrachten Erzes, wird aufgrund mangelnder Temperatur und reduktionsarmer Atmosph\u00e4re weder zu Eisen noch zu Schlacke umgewandelt.<br \/>\nEin Ofenversuch mit sehr gutem Erz, mit dem bei richtiger Fahrweise immer eine Luppe zu erzielen ist, best\u00e4tigte diese Annahme.<br \/>\nWenn der Ofen mit gro\u00dfer Menge an Erz gefahren wird, f\u00e4llt der Verlust der ersten in den kalten Ofen gef\u00fcllten Chargen nicht auf. Die Frage, ob Christian Mehlis ein Fehler in der Beschreibung unterlaufen ist, oder ob die Vorgehensweise in der Antike dennoch so gehandhabt wurde, ist auch nach dem Experiment nicht schl\u00fcssig belegbar.<br \/>\nDennoch besteht begr\u00fcndeter Zweifel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein f\u00fcr das r\u00f6mische Reich der Antike einzigartiger Befund? <\/strong><\/p>\n<p>Arno Braun beschreibt in seinem Vortrag \u201eTechnik als Indikator f\u00fcr Identit\u00e4t? &#8211; zum Ursprung der Eisenberger Rennofentechnik\u201c einen Ofentypus dessen Ursprung man aufgrund vieler Belege im B\u00f6hmischen vermutet. Dessen Bauform m\u00f6glicherweise durch zugereiste Handwerker nach Eisenberg gelangte. Weitere Funde von Keramiken scheinen diese Theorie zu best\u00e4tigen.<br \/>\nDie au\u00dfergew\u00f6hnliche Form des Ofens lie\u00df weiteren Platz f\u00fcr ein Rennofenexperiment.<br \/>\nDer Befund beschreibt einen Ofen f\u00fcr den zun\u00e4chst eine gro\u00dfe Arbeitsgrube in den Boden gegraben und der eigentliche Rennofen aus dem anstehenden Erdreich herausgearbeitet und die Innenseite mit Lehm verstrichen wurde. Lediglich die Ofenbrust wurde mit Lehm aufgebaut. Eine weitere Besonderheit ist die Schlackengrube, die sich nicht direkt unterhalb des Ofenschachtes befindet, sondern wie ein Bauch schr\u00e4g nach hinten unten verl\u00e4uft.<br \/>\nBei der Betrachtung des Ofens im Querschnitt entstand die Idee, dass eine mit Holz oder Holzkohle gef\u00fcllte Schlackengrube im Verh\u00fcttungsverlauf durch Verbrennen des darin befindlichen Materials eine entstehende Luppe vor der D\u00fcsen\u00f6ffnung mit der Zeit nach hinten weg wandern l\u00e4sst.<br \/>\nAndere Meinungen, dass die Luppe nicht von selbst wandern w\u00fcrde, aber man diese, nachdem sie eine gewisse Gr\u00f6\u00dfe erreicht h\u00e4tte, aktiv nach hinten weg schieben k\u00f6nne und den Ofen weiter betreiben um eine weitere Luppenbildung vor der D\u00fcse zu beg\u00fcnstigen.<br \/>\nDabei kommt der Gedanke auf, dass die im hinteren Bereich liegende Luppe dabei aufgekohlt werden k\u00f6nnte und einen h\u00e4rteren Stahl ergibt. In dem Fall w\u00e4re zu \u00fcberlegen ob nach dem bergen beider mit unterschiedlichen H\u00e4rtegraden vorliegenden Luppen diese miteinander verschmiedet wurden oder getrennt voneinander verarbeitet.<br \/>\nDer Ofen wurde so nah wie m\u00f6glich am Befund aufgebaut. In die Erde graben konnten wir nat\u00fcrlich nicht, haben uns aber die Abraumhalde, von den Grabungen, zu Nutze gemacht.<br \/>\nDer Lauf des Ofens erbrachte einige nicht zusammenh\u00e4ngende Luppen, hier muss noch einmal an der Fahrweise des Ofens etwas gefeilt werden, bevor ein weiterer Versuch starten kann.<br \/>\nDer Rennofen selbst hat zwei Ofenl\u00e4ufe \u00fcberlebt. Eine Mehrfachnutzung belegen auch die Befunde der alten \u00d6fen.<br \/>\nWeitere Versuche mit dieser Ofenform werden sicher folgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Rennofenlauf mit Erz aus der N\u00e4he von Wolfstein<\/strong><\/p>\n<p>Eisenerze stehen n\u00e4her oder weiter entfernt vom r\u00f6mischen Vicus in der Pfalz in gro\u00dfen Mengen an. Einige konnten erst mit der Erfindung des Hochofens zu Eisen verarbeitet werden.<br \/>\nEines der Erze, die f\u00fcr den Rennofen geeignet erschienen, stammt aus der N\u00e4he von Wolfstein.<br \/>\nDieses Erz wurde w\u00e4hrend der Veranstaltung verh\u00fcttet und nach einem mehrst\u00fcndigen Ofenlauf konnte eine gro\u00dfe zusammenh\u00e4ngende Luppe gezogen werden.<br \/>\nDieses Erz d\u00fcrfte aufgrund der Entfernung kaum in r\u00f6mischer Zeit in Eisenberg Verwendung gefunden haben, aber Belege f\u00fcr antike Verh\u00fcttungspl\u00e4tze am Donnersberg, bei Gr\u00fcnstadt und im Stumpfwald lassen den Gedanken aufkommen, dass das r\u00f6mische Eisenberg nicht der einzige wichtige Verh\u00fcttungsplatz in dieser Zeit war, sich vielleicht aber zu einem Handelszentrum f\u00fcr Luppen oder Eisenbarren entwickelte.<br \/>\nIn der Siedlungsgeschichte des r\u00f6mischen Eisenbergs ist das fr\u00fche Entstehen eines Forumsgeb\u00e4udes, das im Innenhof als Handelsplatz genutzt werden konnte, durchaus bemerkenswert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schmiede das Eisen<\/strong><\/p>\n<p>Wo Eisenerz verh\u00fcttet wurde, kann der Schmied nicht weit gewesen sein.<br \/>\nSo zeigte auch ein Schmied in Eisenberg sein k\u00f6nnen und fand guten Anklang.<br \/>\nIn der Eisenzeit und in der Antike entstanden Schmiedetechniken, die bis in unsere heutige Zeit Bestand haben. Heute bietet uns die Technik viele Vorteile. In erster Linie unterst\u00fctzt die elektrische Energie den Schmied bei der kr\u00e4ftezehrenden Arbeit und so manches geht schneller als damals.<br \/>\nDie Qualit\u00e4t des Eisens und der St\u00e4hle ist homogen und leichter einsch\u00e4tzbar.<br \/>\nAber das Bild des Kunstschmieds entspricht in vielen Details noch der alten Arbeitsweise und kaum ein Schmied bewundert nicht das eine oder andere kunstvolle Eisenobjekt aus der Antike.<br \/>\nF\u00fcr mich ein besonderer Fund sind die Eisenbeschl\u00e4ge des Hochdorfer Wagens, der im Grab des Keltenf\u00fcrsten zu finden war.<br \/>\nAber auch die Bronze-, Kupfer-, Silber- und Goldarbeiten in der Antike konnten sich sehen lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bronzeguss und Kupferschmied<\/strong><\/p>\n<p>Ein Bronzedepot, das bei den Ausgrabungen in Eisenberg gefunden wurde, alles besch\u00e4digte Teile die offenbar nur als Material zum Einschmelzen dienten, hatte dennoch damals einen betr\u00e4chtlichen Wert und veranlasste einen Menschen, vielleicht einen Bronzegie\u00dfer, dazu dieses Material zum Schutz vor Dieben oder Pl\u00fcnderern in einem halbierten Holzfass zu vergraben.<br \/>\nOffenbar kam er nicht mehr dazu es selbst zu bergen.<br \/>\nAuch dieses Jahr durfte der Bronzeguss nicht zu kurz kommen, so wurden bronzezeitliche Schwerter, Fibeln und ein Amboss aus Bronze gegossen.<br \/>\nEin Kupferschmied, in keltischer Gewandung, verarbeitete Kupferdraht zu sch\u00f6n verzierten Fibeln, Nadeln und Armreifen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Vortr\u00e4ge<\/strong><\/p>\n<p>Schon zuvor erw\u00e4hnt, der Vortrag \u201eTechnik als Indikator f\u00fcr Identit\u00e4t? &#8211; zum Ursprung der Eisenberger Rennofentechnik\u201c, der die M\u00f6glichkeit technischer Verfahrensweisen als Hinweis auf die Identit\u00e4t bzw. Herkunft der Handwerker aufzeigen m\u00f6chte.<br \/>\n\u201eZur Entwicklung r\u00f6mischer Eisengewinnung im Hinterland von Mainz\u201c, der sich, wie im Titel zu lesen, den zeitlichen Verlauf und mit der Ausdehnung der Eisenproduktion besch\u00e4ftigt.<br \/>\nPassend zur Valentinianausstellung in Speyer wurde \u00fcber ihn im Vortrag \u201eValentinian und die Sp\u00e4tantike\u201c berichtet, sein Lebenslauf und Werdegang skizziert. Besonders Interessant nat\u00fcrlich auch in Verbindung mit dem sp\u00e4tantiken Burgus in Eisenberg, der in dieser Zeit entstanden ist.<br \/>\nMit dem Titel &#8222;Eisen- und Kupfererze &#8211; Rohstoffe f\u00fcr die Metallerzeugung und Pigmente f\u00fcr die Antike&#8220; besch\u00e4ftigte sich der Vortrag speziell mit der Farbherstellung und deren Verwendung.<br \/>\nIm Vortrag \u201eOsmium-Isotopen zur Herkunftsbestimmung der Keramikbefunde aus Eisenberg\u201c wurden die M\u00f6glichkeiten der Untersuchungen nicht nur f\u00fcr Eisenerze, Schlacken, Luppen und fertige Eisenobjekte beleuchtet sondern, dar\u00fcber hinaus auch die verwendeten Tone und deren Herkunft zu den fertigen Keramiken.<br \/>\nDie Rennofenversuche mit den lokalen Eisenerzen, setzten nat\u00fcrlich eine Sichtung der Eisenerzvorkommen im Umkreis von Eisenberg voraus, hieraus entstand der Vortrag \u201eEisenerzvorkommen im Raum Eisenberg mit der Fragestellung einer r\u00f6mischen Nutzung\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Arch\u00e4ologie<\/strong><\/p>\n<p>Schon zum Ende des 19. Jahrhunderts durch Christian Mehlis und zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Friedrich Sprater besch\u00e4ftigte man sich Intensiv mit der r\u00f6mischen Siedlung.<br \/>\n1992 begann eine erneute intensive Grabung aufgrund der Bedrohung des r\u00f6mischen Vicus durch den Bau einer Umgehungsstra\u00dfe.<br \/>\nSeit dieser Zeit ist der Vicus in Eisenberg ununterbrochen ein Mittelpunkt arch\u00e4ologischer Arbeiten.<br \/>\nAb 2012 f\u00fchrt das Institut f\u00fcr Klassische Arch\u00e4ologie der Universit\u00e4t Heidelberg in Kooperation mit der GDKE Landesarch\u00e4ologie, Au\u00dfenstelle Speyer und der Stadt Eisenberg akademische Lehrgrabungen im Vicus durch.<br \/>\nAuch in diesem Jahr waren bei der Veranstaltung Arch\u00e4ologen und Studenten vor Ort und man konnte sich \u00fcber den Stand der aktuellen Grabung informieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Veranstaltung<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Besucher und Helfer wurden Getr\u00e4nke und Speisen angeboten. Der Absatz der Flammkuchen war nicht ganz so hoch wie erwartet, der Kuchen gegen Spende war eine der besten Einnahmequellen.<br \/>\nDie Kosten der Veranstaltung, auch wenn alle Teilnehmer und Helfer f\u00fcr uns kostenlos aktiv waren, sind dennoch nicht gerade gering.<br \/>\nDie Vorarbeit und nachfolgenden Aufr\u00e4umarbeiten d\u00fcrfen an dieser Stelle erw\u00e4hnt werden.<br \/>\nDa wir die Veranstaltungen des F\u00f6rdervereins f\u00fcr die breite \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich machen m\u00f6chten, werden keine Eintrittsgelder erhoben. Deshalb sind wir auf den Verkauf von themenbezogenen B\u00fcchern, Spielen und Keramiken angewiesen.<\/p>\n<p>Um auch weiterhin dies alles verwirklichen zu k\u00f6nnen, freuen wir uns immer \u00fcber Ihren Besuch auf dem weitl\u00e4ufigen Gel\u00e4nde des R\u00f6mischen Vicus Eisenberg, zum Beispiel im n\u00e4chsten Jahr am 4. \/ 5. Mai 2019 unsere Auftaktveranstaltung, oder auf dem R\u00f6merfest am 7. \/ 8. September 2019.<\/p>\n<p><strong>Ein ganz gro\u00dfes Dankesch\u00f6n an alle Teilnehmer, Referenten, helfende H\u00e4nde, Kuchenb\u00e4cker\/-innen und nat\u00fcrlich Besucher, die diese Veranstaltung m\u00f6glich gemacht haben. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Am 3. Oktober, beim Autofreien Eistal, w\u00fcrden wir uns freuen, wenn Sie uns auf dem Platz der Verbandsgemeindeverwaltung besuchen, sich \u00fcber unsere Arbeit und Aktivit\u00e4ten informieren w\u00fcrden und uns bei unserer Arbeit unterst\u00fctzten.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/DSC_0087.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/DSC_0087-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"648\" height=\"432\" class=\"aligncenter size-large wp-image-399\" srcset=\"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/DSC_0087-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/DSC_0087-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/DSC_0087-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a 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September 2018 das 6. Metallurgie Symposium. &nbsp; Ein Metallurgie Symposium in Eisenberg? Seit sp\u00e4testens 1882, durch die Funde von Christian Mehlis, besteht die Vermutung, dass im r\u00f6mischen Eisenberg Eisen in gr\u00f6\u00dferen Mengen produziert wurde als f\u00fcr den Eigenbedarf notwendig waren. Er beschreibt Schlackenhalden mit 4\u20135m M\u00e4chtigkeit beiderseits des Eisbachs. Eine Abbildung des Vierg\u00f6ttersteins aus Eisenberg zeigt Vulkan am Amboss, ein weiteres Indiz, dass die Eisenindustrie im r\u00f6mischen Eisenberg eine gro\u00dfe Rolle spielte. &nbsp; Das Erz im r\u00f6mischen Eisenberg Ein besonderes Augenmerk lag auf einer Versuchsreihe die uns auf der Suche des in der Antike, in Eisenberg, verwendete Eisenerz weiter bringen sollte. Dazu wurden verschiedene Erze aus dem n\u00e4heren Umkreis um Eisenberg in drei gleichartigen Renn\u00f6fen, die mit lokalem Baumaterial aufgebaut wurden, mit Holzkohle einer Charge aus einem Kohlemeiler in Fischbach betrieben. Der zum Teil verwendete Kalkzuschlag bei der Verh\u00fcttung bestand aus der N\u00e4he anstehenden Kalk. Mit den ausgew\u00e4hlten drei Erzen wurden 4 Verh\u00fcttungsversuche gefahren. Der Aufwand der hierbei betrieben wurde gr\u00fcndete in der Osmiumisotopen Untersuchung im Curt-Engelhorn-Zentrum f\u00fcr Arch\u00e4ometrie, die mit diesem Verfahren Erze, Schlacken und Eisen miteinander vergleichen und damit Proben aus dem r\u00f6mischen Eisenberg mit unseren Erzen und Verh\u00fcttungsergebnissen in Korrelation setzen k\u00f6nnen. Das Team, das aus Hessen, Pfalz und Luxemburg f\u00fcr die Versuchsreihe anreiste und zum Teil bei den Vorbereitungen extrem aktiv war, erzielte durchweg verwertbare Ergebnisse. Es konnte nicht mit jedem Erz ein Eisenschwamm, eine Luppe, produziert werden, das war aber aufgrund der Erzanalysen zu erwarten, <a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/?p=396\">Continue Reading &#8594;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-396","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unsere-aktivitaeten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=396"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/396\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":408,"href":"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/396\/revisions\/408"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.vicus-eisenberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}